© christianchan/iStock.com

Was ist eigentlich Google Ads? Die wichtigsten Fakten im Überblick

Wussten Sie, dass Google Ads nächstes Jahr schon 20 Jahre alt wird? Doch auch, wenn Sie ganz neu ins Online-Marketing einsteigen, lohnt es sich, dieses Urgestein kennenzulernen und zu verstehen, um es effektiv für Ihre Zwecke nutzen zu können. Denn Google Ads ist nach wie vor einer der wichtigsten Bausteine für wirkungsvolles Suchmaschinenmarketing. Aber was ist eigentlich Google Ads und wie funktioniert es? Wir haben die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

Google Ads kurz definiert

In unserem 1×1 des Online-Marketings definieren wir Google Ads als einen Dienst der Firma Google Inc., über den Werbetreibende im Rahmen des Suchmaschinenmarketings prominent platzierte Anzeigen in den Suchergebnissen für bestimmte Keywords schalten lassen können. Sie kennen die gemeinten Suchergebnisse sicherlich von Ihren eigenen Suchen auf Google. Sie erscheinen über den sogenannten organischen Suchergebnissen sowie am Ende der Seite und sind als Anzeigen gekennzeichnet.

Was hat Google Ads mit Suchmaschinenmarketing zu tun?

So weit, so gut – aber was hat Google Ads mit Suchmaschinenmarketing, kurz SEM, zu tun? SEM wird grob gesagt in zwei Bereiche unterteilt. Auf der einen Seite steht SEO, das sich mit der optimalen Platzierung einer Website innerhalb der organischen Suchergebnisse befasst. Dies wird durch technische sowie inhaltliche Optimierungen an der Website erreicht. Auf der anderen Seite steht SEA, die Suchmaschinenwerbung. Hier schalten Werbende themenbezogene Anzeigen auf den Ergebnisseiten verschiedener Suchmaschinen. Damit fällt Google Ads in den Teilbereich SEA des Oberbegriffs SEM. Logisch, oder?

Wer bekommt die Anzeigenplätze?

Doch wie entscheidet Google, wer einen der maximal 7 Anzeigenplätze auf der ersten Seite der Suchergebnisse bekommt und so seine Sichtbarkeit maximiert? Hinter den Kulissen findet jedes Mal, wenn jemand eine Google-Suche startet innerhalb von Sekundenbruchteilen eine Auktion statt. Alle Werbenden mit einer Google-Ads-Kampagne für die in der Suchanfrage enthaltenen Keywords konkurrieren um die Anzeigenplätze. Die zwei wichtigsten Faktoren dabei sind: erstens, der Höchstbetrag, den die Werbenden bereit sind für einen Klick auf Ihre Anzeige zu zahlen und zweitens die Qualität der Anzeige.

Die Ausstrahlung der Anzeige allein wird den Werbenden nicht berechnet, Kosten entstehen erst, wenn die User tatsächlich auf die Anzeige klicken. Diesen Kostenfaktor nennt man Cost-per-click oder CPC. Die CPC-Raten variieren dabei je nach Keywords und Anzahl der Mitbewerber stark. So sind die Kosten pro Klick für Anzeigen mit den Keywords „Anwaltskanzlei Berlin-Mitte“ beispielsweise deutlich höher als für „Metzgerei Lindau“.

Weshalb gibt es den Qualitätsfaktor?

Warum bekommt also nicht einfach die Person den Anzeigenplatz, die den höchsten CPC bietet? Google hat zuallererst ein Ziel: die am meisten genutzte Suchmaschine der Welt zu bleiben. Wie kann der Internetriese das erreichen? Natürlich durch zufriedene Nutzer. Daher möchte Google sicherstellen, dass jede suchende Person hier möglichst schnell fündig wird. Wenn allein das höchste Angebot ausschlaggebend für die Vergabe der Anzeigenplätze wäre, bestünde für Google die Gefahr, dass diese Anzeigen die User nicht zufriedenstellen. Entweder passen sie nicht perfekt zur Suchanfrage oder führen zu einer qualitativ fragwürdigen Website. Dadurch sinkt das Vertrauen und die Anzeigen werden nicht mehr geklickt oder es wird zukünftig sogar mit einer anderen Suchmaschine gesucht.

Um das zu vermeiden, stellt der Qualitätsfaktor sicher, dass die Inhalte der sogenannten Landingpage, der Seite auf die die Anzeige verlinkt, hochwertig sind und perfekt zur jeweiligen Suchanfrage passen. Welchen Faktoren den Qualitätsfaktor im Detail ausmachen, ist natürlich geheim. Wer einen der begehrten Plätze auf Seite eins erhält, entscheidet der Google-Algorithmus also anhand einer Kombination aus dem CPC und dem Qualitätsfaktor der zu den auf die Suchanfrage passenden Anzeigen.

Warum ist eine Google-Ads-Kampagne sinnvoll?

Was sind also die Vorteile einer Google-Ads-Kampagne? Die drei wichtigsten Pluspunkte sind wohl die geringen Streuverluste, die flexible Kostenkontrolle sowie das gezielte Targeting, das mit einer Google-Ads-Kampagne möglich ist.

Sie erreichen mit Google Ads genau die Menschen, die durch ihre Suchanfrage ohnehin bereits Interesse an Ihnen oder Ihrem Produkt gezeigt haben. Zudem bekommen Sie gratis Sichtbarkeit: die Ausstrahlung der Anzeige kostet nichts, Sie zahlen nur für tatsächliche Klicks. Ihr Budget lässt sich dabei jederzeit pausieren oder anpassen. Wenn Sie nun noch die Google-Ads-Targeting-Optionen von Alter und Geschlecht über Interessen bis hin zu Ort und Tageszeit voll ausnutzen, erreichen Sie potenzielle KundInnen passgenau und erzielen höhere Verkaufszahlen. Gar nicht so kompliziert, oder?

 

Lena Fröhlich
Avatar
Dass es beruflich einmal "irgendwas mit Medien" werden würde, war für Lena Fröhlich lange nicht klar. Das Schreiben aber ist schon lange ihre Leidenschaft. Um so besser, dass sie sich nach ihrem Studium der Anglistik/Amerikanistik und Allgemeinen Rhetorik seit Herbst 2018 bei Ströer Online Marketing texterisch austoben kann. Wenn sie nicht gerade an neuen Texten tüftelt findet man Lena meist im Wald, beim Kochen und Naschen in der Küche oder vor ihrer aktuellen Lieblingsserie.

Schreiben Sie einen Kommentar

Auf dieser Webseite werden verschiedene Cookies eingesetzt. Der Einsatz von Tracking-Cookies zur Analyse der Nutzung unserer Webseite erfordert Ihre Zustimmung. Ohne diese Zustimmung können gleichwohl Cookies eingesetzt werden, die für die Funktionalität der Webseite notwendig sind. Weitere Informationen zu Cookies finden Sie hier.